Hallo Tom,
das Problem das Du ansprichst ist absolut nicht zu unterschätzen. Arbeitslosigkeit, unerwartete Sonderausgaben, Studienkosten der Kinder und insbesondere das Herhalten der Kinder für die Pflegekosten der Eltern sind nur einige Gründe, warum die monatliche Belastung schnell größer sein kann als die monatlichen Einnahmen. Dann sind natürlich Sparverträge, die vorübergehend ausgesetzt werden können, sehr wertvoll.
Grundsätzlich sollte eine Altersvorsorgestrategie auf mehrere Säulen gebaut sein. Wer alles auf eine Karte setzt fährt äußerst schlecht!
Wenn Du dann beispielsweise - ohne Deine genaue Situation zu kennen - eine Riester-Rente und eine betriebliche Altersversorung besitzt und als drittes Standbein noch einen Fondssparplan hast, dann sollte das regelmäßige Besparen - auch in schlechten Zeiten - für die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge durchgehalten werden. Finanzielle Einschnitte sollten dann an anderer Stelle gemacht werden, denn im Alter wird die Rentenlücke mit Sicherheit ein Ausmaß angenommen haben, das sofortiges Handeln erfordert. Deshalb muss eine zusätzliche Grundversorgung neben der gesetzlichen Rente ab Rentenbeginn bestehen, sonst sieht es bei vielen schlecht aus. Das Thema Altersarmut wird für viele in Zukunft noch zu einer ernsten Angelegenheit werden.
Zurück zu Deiner Altersvorsorge: Wenn das Geld für Riester und bAV gerade noch reicht, dann sollte versucht werden, das bis zum Rentenbeginn durchzuhalten. Die monatlichen Sparraten für den Fondssparplan können beispielsweise ausgesetzt werden oder -wenn Geld vorhanden- auch durch Einmaleinzahlungen ergänzt werden.
Genauso bietet z.B. die Rürup-Rente die Möglichkeit, jährlich bis zu 20.000 Euro einzuzahlen. Für Selbständige ist das einzige staatlich gefördertete Möglichkeit der Altersvorsorge. Allerdings müssen die Probleme der Rürup-Rente berücksichtigt werden.
Hierzu siehe die neuen Texte auf geldanlagenhilfen.de ab 17.03.2006.
Viel Spaß dann beim Lesen