
Kurzer Blick in die Geschichte der Ukraine
Im 9. Jahrhundert errichtete der russische Fürst Oleg auf den Territorien der heutigen Ukraine, Weißrusslands und einem Teil Russlands ein Großreich mit seinem Zentrum in Kiew (heutige Hauptstadt der Ukraine) - die Kiewer Rus.
Im 12. Jahrhundert erlangten Nomadenstämme aus Asien (Goldene Horde) die Herrschaft über das Gebiet. Von hier an wird die ukrainische Geschichte getrennt von der russischen gesehen, deren Zentren sich nach Norden verlagerten (Moskau, Nowgorod). Seit dieser Zeit wird auch das südliche Gebiet der ehemaligen Kiewer Rus als Ukraine bezeichnet. Ukraine bedeutet „Grenzland“.
Im 14. Jahrhundert wurde das neue Fürstentum Litauen gegründet, das bald den größten Teil der Ukraine eroberte.
Im 16. Jahrhundert haben Litauen und Polen den Doppelstaat Polen-Litauen gegründet und die Ukraine untereinander geteilt. Dabei hat Polen den größten Teil des ukrainischen Territoriums bekommen

Das ukrainische Volk fing an, für seine Freiheit zu kämpfen. Zu dieser Zeit bildeten sich Gruppen von Freiheitskämpfern, die noch heute unter dem Namen Kosaken bekannt sind.
Der nationale Befreiungskrieg wurde beendet mit der Wiedervereinigung der Ostukraine mit Russland. Westukraine einschließlich Kiew ging zu Polen über.
Ende des 18. Jahrhunderts hat der Doppelstaat Polen-Litauen den größten Teil der Westukraine an Russland übergeben. Der Rest fiel an Österreich.
Im Jahre 1918 hat die Ostukraine die Ukrainische SSR gegründet, die Westukraine - die Ukrainische Nationale Volksrepublik.
1939 wurde die Ukraine wiedervereint und wurde Teil der Sowjetunion.
In 1991 hat sich die Ukraine für unabhängig erklärt.
Schon seit dem 12. Jahrhundert pflegten die ukrainischen Fürsten gute Beziehungen mit Deutschland.
Im 18. Jahrhundert hat die russische Zarin Ekaterina die östlichen Gebiete der Ukraine an deutsche, bulgarische und andere Ansiedler großzügig verschenkt.
Das ist einer der Gründen wieso sich unter den sehr gemischten Bevölkerungsgruppen der Ukraine etwa 40.000 Deutsche finden.
Das ukrainische Volk verfügt also über eine gemeinsame Kultur.
Diese Kultur hat sich unter dem sich ständig wechselndem Einfluss zahlreicher europäischer Kulturen gebildet. Natürlich – wie in allen anderen Ländern – existieren zwischen den Regionen der Ukraine Unterschiede in den sozialen, sprachlichen, religiösen und kulturellen Bereichen, die auf die genannten historischen Prozesse zurückzuführen sind.
Diese sind ebenso verantwortlich für die unterschiedliche Entwicklung der Wirtschaft - die Westukraine ist landwirtschaftlich geprägt, im Osten überwiegt die Industrie.
Aber – und das ist besonders erwähnenswert - die Menschen haben in den letzen Jahrzehnten verstanden, dass es zwischen Ihnen mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt.