Wall Street Schluss: Uneinheitlich, Lear unter Druck
30.06.09 10:56
Alter: 1 yrs

- Wall Street Schluss: Uneinheitlich, Lear unter Druck27.06.2009 New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem heute im frühen Handel Abschläge auszumachen waren, zeigten sich die US-Börsen im Tagesverlauf volatil. Der Dow Jones verlor zuletzt 0,49 Prozent auf 8.431,28 Punkte. Der NASDAQ Composite gewann 0,39 Prozent auf 1.836,75 Zähler, während der S&P 500 um 0,23 Prozent auf 918,17 Punkte zurückfiel. Die saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben wiesen laut US-Handelsministerium im Mai 2009 einen Zuwachs aus. So stiegen die persönlichen Einkommen im Vormonatsvergleich um 1,4 Prozent. Daneben wuchsen die persönlichen Konsumausgaben um 0,3 Prozent an. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von jeweils 0,3 Prozent prognostiziert. Das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung hat sich im Juni 2009 verbessert. Dies geht aus einer Umfrage der University of Michigan hervor. So lag der Index im Berichtszeitraum bei 70,8 Punkten, wohingegen Volkswirte einen Stand von 69,0 Punkten erwartet hatten.
Der Anteilschein von Lear gab mehr als 26 Prozent ab. Der Automobilzulieferer steht Presseangaben zufolge kurz vor einem Antrag auf Gläubigerschutz. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, wird Lear voraussichtlich nächste Woche einen entsprechenden Antrag stellen. Der Konzern hatte bereits im März dieses Jahres vor einem solchen Schritt gewarnt.
Der Flugzeughersteller Boeing rückte auch heute wieder in das Blickfeld der Anleger. Die australische Fluggesellschaft Qantas Airways hat bei Boeing Aufträge für Maschinen vom Typ 787 (Dreamliner) storniert bzw. verschoben, was mit dem derzeit schlechten Geschäftsumfeld zusammenhängt. Den Angaben zufolge hat Qantas mit Boeing vereinbart, die Auslieferung von 15 Maschinen vom Typ B787-8 um vier Jahre zu verschieben und die Bestellung von 15 Flugzeugen vom Typ B787-9, die 2014/15 geliefert werden sollten, zu stornieren. Die Boeing-Aktie verlor 1 Prozent an Wert.
Der kanadische Düngemittelhersteller Potash hat am Donnerstagabend seine Prognose für das zweite Quartal gesenkt. Demnach erwartet der Konzern für das zweite Quartal nunmehr einen Gewinn von 0,70 Dollar je Aktie, nachdem zuvor ein EPS von 1,10 bis 1,50 Dollar in Aussicht gestellt wurde. Dabei wurde auf die deutlich schwächer als erwartete Düngemittelnachfrage sowie das gesunkene Preisniveau bei Phosphatdüngern verwiesen. Die Unternehmensaktie reagierte auf die Meldung mit einem Minus von 0,5 Prozent.
Der Baukonzern KB Home meldete, dass er seinen Verlust im zweiten Quartal deutlich reduziert hat, was auf Kostensenkungen und erheblich geringere Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Demnach belief sich der Nettoverlust auf 78,4 Mio. Dollar bzw. 1,03 Dollar pro Aktie. Der Umsatz verringerte sich um 40 Prozent auf 384,5 Mio. Dollar. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Die Aktie von KB Home gab über 8 Prozent nach.
Die Hartford Financial Services Group hat Mittel aus dem Troubled Asset Relief Program (TARP) erhalten. Demnach soll der Versicherungskonzern Staatshilfen in Höhe von 3,4 Mrd. Dollar erhalten. Dabei erhält das Finanzministerium Vorzugsaktie mit einer jährlichen Dividendenrendite von 5 Prozent. Diese Verzinsung ist auf die ersten fünf Jahren festgelegt. Nach dieser Zeit steigt die Dividendenrendite auf 9 Prozent. Zudem hat das Finanzministerium Warrants im Wert von 510 Mio. Dollar bei einem Preis von 9,79 Dollar je Aktie erworben. Die Aktie der Hartford Financial Services Group schloss mit etwas mehr als 1 Prozent im Minus.
Am kommenden Montag steht unter anderem die Veröffentlichung der Zahlen zum Chicago National Activity Index (CFNAI) für Mai 2009 an. Zudem werden die Zahlen zu den US-Agrarpreisen für den Monat Juni publiziert. (26.06.2009/ac/n/m) End of Day Aktienkurse provided by finanzen.net (Smarthouse Media GmbH). Haftungsausschluss!
|