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Im folgenden finden Sie einen Gesamtüberblick mit allen wichtigen Informationen zu den einzelnen Altersvorsorgeinstrumenten. Für wen eignen sich die einzelnen Altersvorsorgeinstrumente, was sind die Vorteile und Nachteile der der einzelnen Altersvorsorgeinstrumente und wie hoch sind die jährlichen Renditeerwartungen der einzelnen Altersvorsorgeinstrumente?
Private Altersvorsorge: ungeförderte Produkte | ||||
Art der Vorsorge | Geeignet für | Vorteile | Nachteile | Jährliche Rendite in Prozent |
Eigenheim | Sparer bis ca. 50; Vorsorgesparer mit Anspruch auf Eigenheimzulage, Besserverdienende nach Überschreitung des Sparerfreibetrags. | Steuergünstig, mietfreies Wohnen erhöht im Alter das Nettoeinkommen, Inflationsschutz. Immobilie jederzeit und steuergünstig vererbbar. | Mindestens 20 Prozent Eigenkapital erforderlich, anfänglich hohe monatliche Belastung, Immobilie in strukturschwachen Gebieten nicht rentabel bis unverkäuflich, langfristig finanzielle Bindung, Anschlussfinanzierung kann bei steigenden Zinsen schwierig werden, bei Eigennutzung räumliche Bindung. |
3 bis 6 |
Private Kapitallebensversicherung | Sparer bis ca. 50; als Basisvorsorge für Selbstständige, für Besserverdienende mit hohem steuerpflichtigem Einkommen im Alter. | Lebenslange steuergünstige Rente, Möglichkeit zur Einmalauszahlung im Alter. Kapital jederzeit beliebig vererbbar. | Niedrige Verzinsung, langfristig vertragliche Bindung, Vertrag wenig flexibel, Kündigung nur unter erheblichen finanziellen Nachteilen möglich. |
2,3 bis 5,5 |
Fondssparplan (Aktien- und Mischfonds) | Sparer bis ca. 45; als Startvorsorge für Jüngere, als Ergänzung für Sparer, die bereits über eine sichere Vorsorge verfügen. | Hohe Ertragschancen, Sparplan kann individuell maßgeschneidert werden, Vertrag jederzeit kündbar, als Sparplan mit vermögenswirksamen Leistungen mit staatlicher Sparzulage, Kapital jederzeit beliebig vererbbar. | Hohes Risiko, Zeit und Wissen für Fondsauswahl und Depotbetreuung notwendig, Entnahmephase muss individuell gestaltet werden, keine Garantie für Kapitalerhalt, keine garantierte Mindestrendite, zur Optimierung des Ertrags auch im hohem Alter intensiv Beschäftigung mit Finanzthemen erforderlich. |
1,6 bis 7,5 |
Fondssparplan (Renten- und offene Immobielienfonds) | Sparer ab ca. 45; als Zusatzvorsorge in den Jahren vor Rentenbeginn, zur Risikostreuung in Kombination mit Aktienfondssparplan als Basis für Entnahmeplan im Alter. | Geringes Risiko, gut verzinst, Sparplan kann individuell maßgeschneidert werden, Kapital jederzeit beliebig vererbbar. | Zeit und Wissen für Fondswahl und Depotbetreung notwendig, Entnahmephase muss individuell gestaltet werden, keine Garantie für Kapitalerhalt, keine garantierte Mindestrendite, zur Optimierung des Ertrags auch im hohen Alter intensive Beschäftigung mit Finanzthemen erforderlich. |
3,0 bis 7,0 |
Fondsgebundene Rentenversicherung | Sparer ab ca. 35; geeignet für Besserverdienende, die eine ertragreiche und steuergünstige Zusatzvorsorge suchen. | Lebenslange steuergünstige Rente oder wahlweise Einmalauszahlung im Alter. Kapital jederzeit beliebig vererbbar. | Hohes Risiko, hohe Vertragskosten, eingeschränkte Flexibilität, keine Garantie für Kapitalerhalt, keine garantierte Mindestrendite. |
3 bis 6,5 |
Banksparplan oder Bundesschatzbrief- | Sparer ab ca. 50; geeignet für ältere Sparer, die eine sichere Ergänzung zu bestehenden Anlagen suchen oder als Liquitätspolster für jüngere Sparer. | Kein Risiko, je nach Vertrag hohe Flexibilität, Vertrag meist jederzeit kündbar, Kapital beliebig vererbbar. | Niedrige Verzinsung , Erträge bei Überschreiten des Sparfreibetrags voll steuerpflichtig, Vorsicht bei Angeboten ausländischer Institute und kleiner Geschäftsbanken: Die Einlagen sind bei diesen zum Teil bei Insolvenz lediglich bis 20.000 Euro geschützt |
1,9 bis 3,5 |
Private Altersvorsorge: geförderte Produkte | ||||
Art der Vorsorge | Geeignet für | Vorteile | Nachteile | Jährliche Rendite in Prozent |
Riester- Banksparpläne | Sparer ab ca. 50; ältere Vorsorgesparer, die die Riester-Förderung noch mitnehmen wollen, unentschlossene Vorsorgesparer, die noch einen Anbieterwechsel einplanen.
| Kein Risiko, kosten-günstiger Anbieter -wechsel möglich, je nach Familienstand und Einkommen hohe Zulagen und Steuervorteile, besonders Vorteile für Eltern: Extrazulage von derzeit 92 Euro je Kind. | Niedrige Verzinsung, keine freie Vererbbarkeit des Kapitals, Rente voll steuerpflichtig. |
2,4 bis 4,3 |
Riester- | Sparer bis ca. 50; als sicher Basisvorsorge für alle, die auf eine Ergänzung der staatlichen Rente angewiesen sind. | Geringes Risiko, breite Angebotspalette, je nach Familienstand und Einkommen hohe Zulagen und Steuervorteile, besonderer Vorteil für Eltern: Extrazulage von derzeit 92 Euro je Kind. | Hohe Kosten, Risiko einer unzureichenden Verzinsung, Vertrag unflexibel, keine freie Vererbbarkeit des Kapitals, Rente voll steuerpflichtig, Sparkapital zum Teil niedriger verzinst als ungefördertes Produkt des gleichen Anbieters. |
2,3 bis 4,8 |
Riester- | Sparer bis ca. 50; für Sparer, die eine förderfähige Ergänzung zur staatlichen Rente und bestehenden privaten oder betrieblichen Zusatzvorsorgeangeboten wünschen | Höhere Ertragschancen , Risiken durch Garantie auf Kapital -erhalt begrenzt, je nach Anbieter freie Fonds -auswahl, je nach Familienstand und Einkommen hohe Zulagen und Steuervorteile, besonderer Vorteil für Eltern: Extrazulage von derzeit 92 Euro je Kind. | Hohe Kosten, Risiko einer unzureichenden Verzinsung, Vertrag unflexibel, keine freie Vererbbarkeit des Kapitals, Rente voll steuerpflichtig. |
3,3 bis 6,0 |
Riester- | Sparer bis ca. 45; als Startvorsorge für jüngere Sparer und als förderfähige Ergänzung für Sparer, die bereits über ein Basisvorsorge verfügen | Höchste Ertrags-chancen aller Riester-Angebote, mehr als die geförderten zwei bis vier Prozent des Einkommens einzahlbar, Risiko durch Garantie auf Kapitalerhalt begrenzt, je nach Familienstand und Einkommen hohe Zulagen und Steuervorteile, besonderer Vorteil für Eltern: Extrazulage von derzeit 92 Euro je Kind. | Risiko einer unzureichenden Verzinsung, keine freie Vererbbarkeit des Kapitals, Rente voll steuerpflichtig, teilweise Probleme bei Anbieterwechsel. |
3,7 bis 6,8 |
Rürup-Rente | Sparer kurz vor dem Ruhestand, Selbstständige ohne ausreichende Vorsorge, besserverdienende Arbeitnehmer, die Fördervorteile ausschöpfen können | Lebenslange Rente, geringes Risiko, höhere Erträge als bei ungeförderter Renten-Police, Beiträge bleiben größtenteils steuerfrei, auch hohe Einmalbeiträge werden gefördert, für Selbstständige einzige Form der geförderten Altersvorsorge. | Vertrag unflexibel, Rentenansprüche könne weder vererbt, noch übertragen werden, beliehen, verpfändet oder kapitalisiert werden, Rente steuerpflichtig, Höhe des steuerpflichtigen Teils hängt wie bei der Rente vom Staat vom Jahr des Auszahlungsbeginns ab |
3,2 bis 5,8 |
Rürup-Rente (Fondstarif) | Besserverdienende Arbeitnehmer, Selbständige, die bereits über Basisvorsorge verfügen, Fördervorteile ausschöpfen können. | Beträge bleiben größtenteils steuerfrei, auch hohe Einmahlbeträge werden gefördert, für Selbstständige einzige Form geförderten Altersvorsorge. | Hohes Risiko, hohe Vertragskosten, Vertrag unflexibel, Rentenansprüche können weder vererbt noch übertragen, beliehen, verpfändet oder kapitalisiert werden, Rente steuerpflichtig, Höhe des steuerpflichtigen Teils hängt wie bei der Rente vom Staat vom Jahr des Auszahlungsbeginns ab. |
3,0 bis 6,5 |
In Geld geführte Arbeitszeitkonnten | Sparer bis Anfang 50; Arbeitnehmer, die Bonuszahlungen und Weihnachtsgeld erhalten und bei denen Überstunden vergütet werden. | Einzahlung auf das Konto sind steuer- und sozialabgabenfrei; vorzeitiger Ruhestand möglich, bei dem das Beschäftigungsverhältnis die ersten Jahre über erhalten bleibt; auch im Laufe des Berufslebens können Arbeitnehmer für längere Zeit ohne Gehaltseinbußen freinehmen; in Geld geführte Langzeitkonten und Altersteilzeitkonten sind gegen Insolvenz des Arbeitsgebers geschützt. | Bei Wechsel des Arbeitnehmers oft keine Mitnahmemöglichkeit des Guthabens, dann erfolgt eine steuerliche ungünstige Einmalausschüttung; bei Angestellten im Tarifverhältnis muss der Tarifvertrag das Arbeitszeitkonto zulassen; nur möglich, wenn der Arbeitgeber entsprechendes Modell anbietet. |
Abhängig von Arbeitgeberangebot |
Betriebliche Altersvorsorge | ||||
Art der Vorsorge | Geeignet für | Vorteile | Nachteile | Jährliche Rendite in Prozent |
Direktzusage
Anlage direkt im Betrieb oder extern im Kapitalmarkt, rückgedeckt über Spezial-fonds oder Rückdeckungsversicherung. | Arbeitnehmer in Groß- und Mittelbetrieben, ideal auch für außertarifliche Mitarbeiter. | Risiko trägt Arbeitgeber, steuerfreie Entgeltumwandlung ohne Begrenzung der Beitragshöhe möglich, auch hohe einmalige Jahrestantiemen können umgewandelt werden, Arbeitnehmerbeiträge bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze sozialabgabefrei bis einschließlich 2008, Aus-zahlung wahlweise als lebenslange Rente, Einmalleistung oder in mehreren Jahresraten. | Keine Riester-Förderung möglich, kaum Mitnahmemöglichkeit, bei Arbeitgeberwechsel , bei Insolvenz des Arbeitgebers nur fest zugesagte Betriebsrente PSV-gesichert, Auszahlung steuer- und sozialabgabenpflichtig. |
Abhängig von Arbeitgeberzusage, im Schnitt 4,0 bis 6,5 |
Rückgedeckte Unterstüzungskasse
Anlageverwaltung bei der Unter-stützungs-kasse, rückgedeckt über klassische Renten- und Lebensversicherung. | Sparer bis Anfang 50; Arbeitnehmer in mittelständischen Betrieben. | Risiko trägt Arbeitgeber, doppelte Absicherung durch PSV-Schutz und Rückdeckungsversicherung, steuerfreie Entgeltumwandlung ohne Begrenzung der Beitragshöhe, Arbeitnehmerbeiträge bis vier Prozent der Beitragsbemessungsgenze sozialabgabenfrei bis einschließlich 2008, Auszahlung wahlweise als labenslange Rente oder Einmalleistung. | Keine Riester-Förderung möglich, Mitnahme bei Arbeitgeberwechsel selten möglich, überwiegend Verpflichtung zu laufender Beitragszahlung, Auszahlung steuer- und sozialversicherungspflichtig. |
3,0 bis 6,0 |
Direktversicherung
Arbeitgeber schließt klassische Renten- oder Lebensversicherung, wahlweise auch eine fondsgebundene Police für seine Mitarbeiter ab | Sparer bis Anfang 50; Arbeitnehmer in Klein- und Mittelbetrieben. | Kann bei Arbeitgeberwechsel mitgenommen werden, Förderung wahlweise mit Riester-Zulage oder steuerfrei Entgeltumwandlung Breite Angebotspalette mit unterschiedlichem Versorgungsumfang, Bausteine (Hinterbliebenenversorgung, Invalidenrente) meist frei wählbar. | Anlagerisiko kann je nach Vertrag auf Arbeitnehmer übertragen werden, Arbeitgeber trägt das Risiko des Kapitalerhalts, Auszahlleistung steuer- und sozialversicherungspflichtig. |
3,0 bis 5,5 |
Pensionskasse
Arbeitgeber schließt Rentenpolice für seine Mitarbeiter ab, wahlweise auch als fondsgebundene Variante | Sparer bis ca. Mitte 50; Arbeitnehmer in Klein-, Mittel- und Großbetrieben. | Breite Angebotspalette mit unterschiedlichem Versorgungsumfang, Förderung wahlweise mit Riester-Zulage oder als steuerfreie Entgeltumwandlung. | Anlagerisiko kann je nach Vertrag auf Arbeitnehmer übertragen werden, Arbeitgeber trägt das Risiko des Kapitalerhalts, eingeschränkte Mitnahmemöglichkeit bei Arbeitgeberwechsel , Kapitalverlust bei häufigem Arbeitgeberwechsel möglich, Auszahlung steuer- und sozialversicherungspflichtig. |
3,5 bis 5,5 |
Pensionsfonds
Am Kapitalmarkt auch hoher Aktienanteil möglich, Garantie auf Kapitalerhalt. | Sparer bis ca. Mitte 50; Arbeitnehmer in Mittel- und Großbetrieben. | Höhere Ertragschancen je nach Angebot möglich, Förderung wahlweise mit Riester-Zulage oder als steuerfreie Entgeldumwandlung mit Eichel-Förderung . Auszahlung oft wahlweise als Auszahlung mit einmaliger Entnahme von bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals bei Rentenbeginn. | Auszahlung nur als lebenslange, steuer- und sozialversicherungspflichtige Rente, bei Insolvenz des Arbeitgebers schlimmstenfalls nur Kapitalerhatlsgarantie, Beiträge begrenzt auf vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung +1800 Euro. |
3,0 bis 7,5 |
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