Hohe Belastung der 30- bis 50-Jährigen
Die heutige Generation der 30- bis 50-Jährigen wird gleich von mehreren Seiten stark belastet: Für ihre eigene Altersvorsorge müssen sie aufgrund der immer größer werdenden Rentenlücke mehr Geld für die Vorsorge zurücklegen. Grundsätzlich nimmt die Lebenserwartung immer mehr zu, Erbschaften erfolgen immer später ca. 60 Jahre sind die Erben jetzt schon im Schnitt, Tendenz steigend.
Wer dann feststellt, das Erbe reicht nicht, der hat nur noch ca. 5 Jahre Zeit, seine Altersvorsorge auf die Beine zu stellen. Diese kurze Zeit ist in der Regel viel zu wenig, um eine umfassende Altersvorsorge aufzubauen.
Eine eventuelle Erbschaft muss für immer längere Zeit reichen, während die gesetzliche Rente immer kleiner ausfällt. Sind dann noch zu pflegende Eltern und ein studierender Nachwuchs vorhanden, wird die Belastung im Alter schnell zu hoch. Die Zahl der Pflegefälle beispielsweise stieg von 1995 bis 2003 von ca. 1,1 Millionen auf 1,9 Millionen an mit stark steigender Tendenz auch bei den Kosten.
Aus diesen Gründen spielen für diese Generation die Themen Vermögenssicherung und Sicherung der Altersvorsorge eine ganz entscheidende Rolle. Denn: Haben die zu pflegenden Eltern kein Geld mehr, werden die Kinder zur Kasse gebeten. Dieser so genannte Elternunterhalt sollte ernst genommen werden: Ein Heimplatz kostet zwischen 2.500 und 3.000 Euro, teilweise sogar noch mehr.
Altersrente und Pflegeversicherung reichen zusammen oft nicht aus, um diesen Betrag aufzubringen. Daher zahlt zunächst das Sozialamt, allerdings prüft die Behörde, ob die Angehörigen die geleisteten Zahlungen zurückzahlen können in der Regel fordert der Sozialhilfeträger 50 Prozent der geleisteten Zahlungen zurück. Dabei müssen Verwandte ersten Grades (Ehepartner, Kinder oder Eltern) zahlen, nicht aber Geschwister, Großeltern oder Enkel der Hilfeempfänger und auch nicht Ehepartner der Kinder.
Die Lebenshaltungskosten erhöhen sich zusätzlich aufgrund von Scheidung nicht nur die höheren Kosten wegen getrennter Haushaltsführung, auch die Pflege durch externe Helfer ist kostspielig, wenn vorher der Ehegatte zur Verfügung gestanden hätte. Aufgrund dieser Mehrfachbelastung der 30- bis 50-Jährigen ist es ratsam, neben der Aussicht auf eine Erbschaft die eigene Altersvorsorge so schnell wie möglich auf solide Beine zu stellen.
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