Sparen beim Heizen

In den letzten Jahren sind die Heizölpreise um Sage und Schreibe um 54,7 Prozent gestiegen. Sie sind somit der der größte Energieverbraucher im Haushalt (55 Prozent). Die neuste Technologie kann aber dem individuellen Heizen angepasst werden, sodass man nicht nur sparsam Heizt, sondern auch besonders umweltverträglich.

Viele Mieter (nicht nur die) in Deutschland wundern sich jedes Jahr über die Höhe der Heizkosten. Mithilfe des Online -Heizerngie- Checks vom Deutschen Mieterbund können Mieter jetzt ihre Heizkostenabrechnung kostenlos prüfen lassen und mit Durchschnittsverbrauch und -Kosten in der Umgebung vergleichen. Sollten die Heizkosten aufgrund einer veralteten Heizanlage oder schlecht isolierter Fenster hoch sein, so informieren Sie ihren Vermieter darüber. Dieser kann dann die Anlage modernisieren, besonders günstige Kredite bekommt man bei der Kfw (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gewährt. Aber der Vermieter kann die kosten auch auf dem Mieter umlegen.

 

Trotzdem müssen Sie nicht auf eine behaglich warme Wohnung verzichten, wenn Sie sparen wollen. Beireis ein paar kleine Handgriffe reduzieren die Heizkosten erheblich.

 

Heizöl

Liter x kWh/Liter=

kWh

Kohle

kg x 8 kWh/kg=

kWh

Erdgas

m³ x 10 kWh/m³=

kWh

Fernwärme

kWh x 1 =

kWh

Strom

kWh x 1 =

kWh

Jahresverbrauch


KWH

 

Jährlicher Warmwasserverbrauch:

Abzüglich 10 bis 15 Prozent des Jahresverbrauches, wenn Sie das Warmwasser vom Wärmeerzeuger der Heizungsanlage aus bereiten.       kWh

 

Jahresheizenergieverbrauch

kWh

/ geteilt durch die beheizte Fläche

= Der spezifische jahresheizenergieverbrauch

kWh/m²

 

Hier sind die Durchschnittswerte zum Vergleichen:

bis 100 kWh/m²: Der Heizenergieverbrauch ist äußerst gering. Das Haus ist gut gedämmt, und desweiteren heizten Sie sparsam.

100 bis 200 kWh/m²: Die Heizenergie könnte effizienter eingesetzt werden. Durch gezielte Maßnahmen kann der Heizungsverbrauch reduziert werden. Sie könnten dadurch Ihre Heizkosten fasst halbieren.

über 200 kWh/m²: Sie verpulvern regelrecht das Heizmaterial (und somit auch Ihr Geld). Sie sollten Handeln und alte Fenster und eventuell den Kessel tauschen!

 

Fragen Sie doch einmal ihren Mieter, diese Wissen nämlich manchmal auch den Hausspezifischen Heizenergieverbrauch.

Es kommt auf Ihr verhalten an: Wenn Sie ein paar Verhaltensweisen berücksichtigen, tragen Sie zum Energiesparenden Heizen bei, egal ob Sie mit Öl, Gas oder sonstigen Energiequellen heizen.

 

Je höher Sie die Raumtemperatur eingestellt haben, desto größer ist der Energieverlust. Ein Grad kostet 6 Prozent Brennstoff mehr. Desweiteren steigt die Gefahr einer Erkältung. Hier eine kleine Aufstellung, welche Temperaturen für Sie und ihren Geldbeutel richtig sind: Wohn- und Arbeitsbereich 20° C, Küche und Flur 18° C und im Schlafzimmer 14 bis 18° C. Denken Sie daran, dass man sich schnell an zu hohe Temperaturen gewöhnt, und dazu neigt, die Heizung im höher zu drehen. Stellen Sie ein Thermotert in verschiedenen Räumen auf, und kontrollieren Sie objektiv, ob Sie die Temperatur höher stellen.

Wenn nachts alles im Haus schläft, können Sie die Raumtemperaturen ruhig um 5° C runter stellen. Wenn Sie mehrere Tage verreisen, stellen Sie die Heizung auf 12° C. Viele Heizungen lassen sich sogar stundenweise einstellen, sodass Sie die Heizung so einstellen können, dass Sie morgens aus ist, wenn alle an der Arbeit sind oder in der Schule, und eine halbe Stunde bevor der erste wiederkommt Sie angeht.


Stellen oder hängen Sie Heizkörper nicht mit Vorhängen, Stühlen oder ähnlichen Gegenständen voll. Das kostet nur unnötige Energie zum Raumaufheizen.

Wer seine Fenster immer gekippt hat, heizt sinnlos ins Freie. Öffnen Sie die Fenster stoß weise, maximal 10 bis 15 Minuten. Vergessen Sie nicht, die Heizung dabei auszumachen. Achten Sie darauf, dass Sie regelmäßig lüften. Sonst bekommen Sie Schimmel ins Haus.

Herunter gelassene Rollos und Vorhänge sind eine Ideale Isolierung. In den Abendstunden, wenn es draußen dunkel ist, machen Sie einfach die Rollos runter. das isoliert sehr gut, und spart Heizkosten.

Haben die Heizkörper trotz aufgedrehtem Ventil keine oder nur eine geringe Heizleistung, so ist Luft in den Heizkörpern. Um diese herauszubekommen, müssen Sie eine kleine Schraube aufschrauben, und darunter ein schälchen halten. Wenn Wasser aus dem Heizkörper läuft, ist er entwässert.

 

Jedes Haus hat einen Wärmeverlust, doch bereits kleine Maßnahmen genügen, um diesen zu minimieren. Gerade bei Altbauten gibt es jede Menge Schlupflöcher, wo die Wärme heraus kann und somit auch Ihr Geld.

 

Hier ein paar Vorschläge, durch die man Heizkosten sparen kann: Fenster und Türen gegen Zugluft abdichten, eine Einfachverglasung kann z.B. kann mit einer so genannten Iso- Folie wärme dämmender gemacht werden. Davor sollten Sie jedoch Ihren Vermieter fragen.


Größere Einsparungen sind mit baulichen Maßnahmen möglich:

Außenwände, Rolladebkästen, Dach, Zimmerdecken und Keller isolieren.

Rollläden anbringen.

Wärnedämmung für Heizungsrohre und Armaturen durchführen.

Wärmeschutzverglaste Fenster einbauen.

 

Die richtige Heizanlage ist die Grundvoraussetzung zum sparsamen und ökologischen Heizen:

 

Die Heizung sollte regelmäßig gewartet werden. Der Brennstoffverbrauch kann bei einem verrußtem Kessel um bis zu 5 Prozent höher liegen.

Die Nachrüstung von Thermostatventilen, wie sie bei Neubauten bereits vorgeschriebenen sind, ist sinnvoll. Diese halten die Raumtemperatur konstant auf einer eingestellten Temperatur. Sie verhindern auch eine Überhitzung des Raumes.

Nutzen Sie die Wärmestrahlen der Sonne. Auch bei bedecktem Himmel können Sie durch das Anbringen von Sonnenkollektoren Sonnenstrahlen in Wärme umwandeln. Sie können mit der Wärme dann das Warmwasser erhitzen oder die Heizung unterstützen.

Ein nicht zu unterschätzendes Energiesparpotenzial bieten moderne Heizungen. Eine moderne Ölheizung kann im Gegensatz zu einer Heizung aus 1980 bis zu 30 Prozent Kraftstoff sparen. Besonders umweltschonend und sparsam sind Heizungsanlagen mit dem Umweltsiegel.

 

Neue Vorschriften haben für manche Hausbesitzer zur Folge, dass Sie in den kommenden Jahren Ihr Gebäude und die Heizung energiesparend umrüsten müssen. Es gilt ab dem 1.11.2004 die gesetzliche Bestimmung der 1. Bundesimmisionsschutzverordnung, welche festlegt, welche Abgasverluste, Rußzahlen und Stickstoff- Emissionen die Heizungsanlage nicht mehr überschreiten darf. Ob oder wieviel ihre Heizung diese Werte überschreiten darf, sagt ihnen der Bezirksschornsteinfeger.

 

Die Energiesparverordnung, welche am 1. Februar 2004 in Kraft getreten ist, besagt, dass Heizungen ab sofort nach dem Niedrig- Energiehaus- Standard gebaut werden müssen. Auch Altbauten  sollen nachträglich  weniger Energie verbrauchen. So müssen bis 2006 zahlreiche Heizungen in Altbauten erneuert werden. Zudem müssen freilegende Rohrleitungen und oberste Geschossdecken gegen Wärmeverlust gedämmt werden.


Hier sind mal ein paar Argumente, welche für Besitzer von Altbauten entscheidungshilfen darstellen können, und auch in der Energiesparverordnung vorgesehen sind:

Dämmung:

Eine generelle Verpflichtung zur zusätzlichen Dämmung ist aber nicht in der Verordnung vorgesehen, wenn ohnehinn bestimmte Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen oder sollen (z.B. Putzerneuerung, zusatzverkleidung von Wänden). Dabei spielt es keine Rolle, aus welchen gründen die Maßnahmen verwirklicht werden sollen. Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist immer wirtschaftlich und daher eine Pflichtmaßnahme.

Modernisierung der Heizungsanlage:

In der Verordnung wird verlangt, dass alte Öl- und Gasheizungen, welche in der Regel alle zu viel Brennstoff zur Wärmeerzeugung benötigen, bis spätestens Ende 2006 abgeschaltet werden. In manchen Fällen muss man dann die Heizung komplett erneuern. Wenn nur der Kessel ersetzt werden soll, muss darauf geachtet werden, dass das ein moderner Niedertemperatur- Heizkessel oder ein Brennwertkessel ist. Es können auch andere effiziente Wärmeerzeuger eingesetzt werden, wie z.B. Wärmepumpen. Wenn ein Kessel einen neuen Brenner nach dem 1. November 1996 erhalten hat, oder so ertüchtigt wurde, das die nach dem Bundes- Immissionsschutzrecht zulässigen Abgasverlustgrenzwerte eingehalten werden, muss die Außerbetriebnahme bis spätestens Ende 2008 erfolgen. Darunter fallen alle Kessel, die vor dem 1. Oktober 1987 in Betrieb genommen worden sind. Wohnt der Eigentümer selber in dem Haus bzw. ist er Mitbewohner des Haus, so ist das hier etwas anders geregelt. Erst nach zwei Jahren, wenn ein Besitzerwechsel stattgefunden hat, muss der Kessel erneuert werden. Diese zwei- Jahre frist läuft jedoch nicht vor den anderen Fristen ab.

Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert mit zinsverbilligten Darlehen die Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen in Wohngebäuden. Für Gebäude, die vor 1987 gebaut wurden, steht schon seit dem Jahr 2001 ein besonders zinsgünstiger Kredit zur Verfügung.

Darunter fallen:



KfW-CO2- Gebäudesanierungsprogramm für umfangreiche energetische Sanierung an Wohngebäuden, die vor 1979 fertiggestellt worden sind, Austausch alter Heizungen und KfW- Energiehäuser 40 einschließllich Passivhäuser

KfW- Programm zur CO2- Minderung für Einzelmaßnahmen zur Energieeinsparung, zur Nutzung erneuerbarer Energien in Wohngebäuden und für KfW- Energiesparhäuser.

 

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12 08.02.2012