Sparen durch alternative Verkehrsmittel

Die Menschen waren räumlich noch nie so flexibel wie heute, egal ob es die Urlaubsfahrt oder die Fahrt an die Arbeit ist - ein komplexes Netz an Verkehrsträgern steht bereit, diese Bedürfnisse zu befriedigen. Die Nachfrage wächst stetig, wie Zahlen zeigen.

Ausserdem steigt der Bestand der Kraftfahrzeuge ständig. Die größte Zuwachszahl ist in der Personenkraftfahrzeugsparte zu verzeichnen. Wir sind auch bereit, mehr Geld für unsere Mobilität auszugeben. Im Jahr 1998 gaben die Haushalte im Westen durchschnittlich pro Monat 289 €, im Osten 237 € aus. Als Vergleich: die Westdeutschen haben durchschnittlich im gleichen Jahr 293  € für die Ernährung ausgegeben. Es lohnt sich Gedanken über die Kostenersparnis und über die beste Haushaltung zu machen, ohne auf jegliche Mobilität zu verzichten.

 

Sinnvoll planen

 

Jeden Kilometer, den Sie mit dem Auto oder dem öffentlichen Verkehrsmittel zurücklegen, kostet Geld. Andersherum ist es so, dass jeder Kilometer, den Sie einsparen oder mit alternativen Verkehrsmitteln zurücklegen (wie z.B. Fahrrad oder zu Fuß), bares Geld Wert ist.

Hier ein kleines Rechenbeispiel:

 

Wir nehmen an,. Ihr Auto hat einen Verbrauch von 9 Liter/ 100 km, und der Einfachheit halber gehen wir von einem Spritpreis von einem € aus. Somit haben Sie auf 100 km 9 € reine Spritkosten (Ohne Verschleißteile, Wertverlust, Versicherung!). Bei einer Jahresfahrleistung von 15000 km sind das 1350 €. Sparen Sie nur 5000 km ein, so sparen Sie auch 400 € ein. Nebenbei entlasten Sie die Umwelt mit ca. 1000 kg weniger CO2.

Um genau zu sehen, wie sich Ihre Kilometer zusammensetzen, führen Sie am besten einen Monat lang ein Fahrtenbuch. Nach dem Monat nehmen Sie das Fahrtenbuch zur Hand und überprüfen, welche Fahrt Sie tatsächlich benötigt hätten.

 

Um die Kosten für einen Kilometer zu berechnen, ermitteln Sie folgende Werte für Ihr Auto:

Durchschnittliche, monatliche Fahrleistung (Anhand des Fahrtenbuches)

Monatliche KFZ- Fixkosten, wie z.B. Kfz- Versicherung, Kfz- Steuer, Rücklage für ein neues Auto (Wertverlust), Garagenmiete. Die Gesamtkosten teilen Sie durch 12 Monate.

Monatliche variablen Kfz- Kosten, wie z.B. Spritpreis, Reperaturpreis, Pflegekosten, TÜV- Gebühren, Inspektionskosten.

Nun sehen Sie die monatlichen Kosten für Ihr Auto. Möchten Sie die Kosten pro Kilometer für Ihr Auto wissen, so teilen Sie die Endsumme einfach durch die durchschnittlichen gefahrenen Kilometer im Monat.

 

Sparen beim Autofahren

 

Wie und mit was für einem Verkehrsmittel Sie fahren, hängt ganz davon ab, wo Sie wohnen. Wenn Sie auf dem Land wohnen, ist es meistens unerlässlich, dass Sie ein Auto haben, denn der öffentliche Personennahverkehr stellt dort oft keine ausreichende Mobilität zur Verfügung. Trotzdem sollten Sie überlegen, ob Sie kombinieren können (z.B. mit dem Fahrrad ins nächste Dorf fahren und dann mit der Bahn oder dem Bus weiter fahren). Desweiteren haben Sie auch Einfluss darauf, wie viele Kosten auf Sie beim PKW fahren haben.

 

Hier ein paar Tricks, mit denen sich bis zu 25 % Kraftstoff einsparen lässt:

Niedertourig fahren, das spart bis zu 20 % und schadet auch keinem modernen Motor.

Kein schnelles Beschleunigen oder hartes Abbremsen. Wenn Sie vorrausschauend fahren, können Sie jede Menge Sprit sparen, und entlasten zudem auch noch die Umwelt.

Behalten Sie den richtigen Reifendruck im Auge, denn bereits 0,5 Bar zu wenig Druck bewirkt eine Verbrauchserhöhung von 5 %. Ausserdem verschleißen die Reifen bei zu geringem Reifendruck schneller und sind ein Sicherheitsrisiko.

Alles unnötige aus dem Auto raus. 100 kg bewirken einen Mehrverbrauch von ca. 0,3 bis 0,5 Liter/100 km.

Dachgepäckträger und andere Anbauteile runter vom Auto. Diese verschlechtern den Luftwiederstand drastisch und damit auch den Verbrauch.

Fahren Sie den Motor immer warm, denn Kurzstrecken sind wahre Benzinfresser, da verbraucht ein Motor bis zu 40 % mehr im Vergleich zum warmen Zustand. Der Motor hat auch einen viel höheren Verschleiß in der Kaltlaufphase.

Lassen Sie Ihr Auto nicht im Stand Warmlaufen, da dies verboten ist und der Motor erreicht sowiso seine Betriebstemperatur beim fahren am schnellsten.

Schalten Sie Verbraucher aus, wenn Sie diese nicht benötigen (elektr.
Heckscheibe, Klimaanlage, etc.), denn diese erhöhen den Verbrauch direkt oder indirekt.

Bei Bahnübergängen oder im Stau schalten Sie den Motor aus. Je weniger der Motor läuft, desto weniger Verbraucht er auch.

Nutzen Sie Leichtlauföle und Leichtlaufreifen- beides kann bis zu 5 % Ersparniss bringen (Achten Sie auf die Herstellerfreigabe!).

Bilden Sie Fahrgemeinschaften; denn ein Auto braucht ähnlich viel Kraftstoff ob man allein drin sitzt oder der Wagen voll besetzt ist. Und die Treibstoffkosten reduzieren sich für Sie um 75 Prozent!

 

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15 07.09.2010