Sparen mit dem Internet

Im Jahre 1998 hat die Deregulierung stattgefunden, und die Telefonpreise sind damit drastisch gesunken. Sie als Verbraucher zahlen werktags für ein Festnetztelefonat nur noch ca. 7 Prozent des Beitrages zu Monopolzeiten.

Nicht nur die Festnetztelefonate sind deutlich billiger geworden, auch bei den Auslandstarifen hat sich mächtig was geändert. Die Regulierungsbehörde hat festgestellt, dass auf Auslandsstrecken seit der Liberalisierung 1998 die Tarife zur Hauptzeit um bis zu 95 Prozent gefallen sind. Sie können seit April 2003 auch Ihren Anbieter nicht nur bei Ferngesprächen wählen, sondern auch bei Ortsgesprächen. Hier sind ein paar Möglichkeiten aufgelistet, um beim Telefonieren zu sparen:

 

Call- by- Call

 

Das ist die einfachste Art beim Telefonieren zu sparen, allerdings nur, wenn man Sie auch konsequent nutzt. Wenn Sie Call- by- Call verwenden, entscheiden Sie bei jedem Anruf, welchen Anbeiter Sie für das folgende Gespräch nehmen wollen. So geht´s:

Wenn Sie ein Ferngespräch über Call- by- Call führen möchten, so wählen Sie vor der eigentlichen Vorwahl und Telefonnummer des Gesprächspartners die fünf- oder mehrstellige Netzkennziffer ihres gewünschten Anbieters (Bsp. Netzkennzahl 01181, Vorwahl Bsp. 040, Rufnummer des Teilnehmers Bsp. 123456789).

Wollen Sie ein Ortsgespräch über Call- by- Call führen, so müssen Sie nur die Nummer des Anbieters vor die Telefonnummer der Gegenseite setzen, natürlich ohne Vorwahl.

 

Es gibt zwei Arten von Call- by- Call anzurufen:

Es gibt das freie Call- by- Call (Anmelde frei), da müssen Sie sich nicht anmelden. Sie wählen einfach die Netzkennziffer und telefonieren. Die Kosten werden gesondert auf der Rechnung der Telekom aufgeführt. Weitere Kosten entstehen hierbei nicht.

Die zweite Art Call- by- Call zu betreiben ist folgende: man muss sich erst bei dem Anbieter anmelden (Call- by- Call mit Anmeldung), dies kann über Telefon, Internet oder per Brief geschehen (Sie müssen Bankverbindung, Adresse und Name hinterlegen), dann bekommen Sie eine extra Abrechnung für die Telefonate, welche Sie über den Anbieter geführt haben. Zwar stört eine zweite Rechnung nicht weiter, aber bei zu vielen Rechnungen verliert man leicht den Überblick.

 

Aber Vorsicht: Einige Anbieter haben auch bei der Anmeldung eine monatliche Grundgebühr bzw. einen Mindestumsatz mit dabei. Da sollten Sie, insbesondere bei minütlicher Abrechnung, die Grundgebühr oder den Mindestumsatz entsprechend Ihren Telefongewohnheiten umrechnen.

 

Das Hauptproblem bei Call- by- Call ist allerdings nicht das technische, sondern das, dass man meisten nicht weiß, welcher Anbieter der günstigste zur Zeit ist. Hier veröffentlichen manche Zeitschriften Übersichten und Tabellen, welche eine große Hilfe sein können.

 

Preselection

 

Call- by- Call ist zwar billig, aber in der Praxis doch recht umständlich. Hier kann man Preselection benutzen; das heißt, dass Sie einen Anbieter wählen, über den Sie in Zukunft Ihre Telefonate führen möchten. So können Sie sich die Vorwahl des Anbieters sparen. Die Umschaltung geschieht automatisch in der Vermittlungsstelle. Das ist auch ein Grund dafür, dass Sie bei der ausgesuchten Preselection- Gesellschaft anmelden müssen. Um die verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen zu können, müssen Sie folgende Punkte beachten:

Tarife in der Haupt- und Nebenzeit

Länge der Vertragsbindung

Eventuell auftretende Zusatzkosten, wie Mindestumsatz, Grundgebühren...

 

 

Wenn Sie einen Preselectionanbieter gewählt haben, können Sie trotzdem die Konkurrenz nutzen, mit dem vorher beschriebenen Call- by- Call verfahren, was auch sinnvoll sein kann.

 

Sie können auch komplett zur Konkurrenz der Telekom wechseln, dann wird eine Leitung zu Ihnen gelegt, und die letzte "Meile" wird dann per Funk überbrückt oder es wird eine Leitung von der Telekom angemietet. Der sog. Vollanbieterwechsel ist meistens nur in Ballungsgebiet möglich, manchmal auch auf dem Land.               

 

Sparen mit dem Internet

Wenn Sie das Internet nutzen, müssen Sie zahlen. Welche Summe, das hängt allerdings vom Anbieter ab. Pauschal kann man nicht sagen, welcher Anbieter der günstigste ist. Es gibt verschiedene Internetzugangsmöglichkeiten: per Modem, ISDN, DSL, Satellit oder Standleitung. Die Standleitung ist aufgrund der immens hohen Kosten nur für Firmen geeignet.

Das Modem ist die lagsamste Art ins Internet zu gehen, und ist nur für Personen zu empfehlen, welche nur selten online sind und nur wenige Daten herunterladen wollen. Desweiteren sind Sie nicht telefonisch erreichbar, wenn SIe mit dem Modem im Internet sind.

ISDN bietet Ihnen die Möglichkeit, telefonisch erreichbar zu sein und im nternet surfen zu können. Damit Sie überhaupt ins Internet gehen können, müssen Sie neben dem physikalischen Modem- oder ISDN- Zugang auch einen Anbieter haben (Provider). Hier steht beispielsweise T- Online mit AOL im Konkurrenzkampf. Bei den meisten Providern müssen Sie eine monatliche Grundgebühr für die Nutzung entrichten. Bei Internet- by- Call ist es ähnlich, allerdings bezhalen Sie nur die genutzeten minuten. Hierbei wird über die normale Telefonrechnung abgerechnet.

Wenn Sie per Modem oder ISDN online gehen, installieren Sie am besten eine Software, welche Sie vor sogennanten 0190- Dialern schützt. Dies Dialer sind kleine Programme, welche die ohn das Wissen des Anwenders extrem teure Internetzugänge aufbaut. Die Rechnung kommt dann über die Telefonrechnung.

 

Bedenken Sie: Zeit ist Geld. Je länger Sie mit dem Modem oder ISDN im Internet waren, desto teurer wird es. Hier kann eine Flatrate abhilfe schaffen. Das ist ein Internettarif bei dem ein festgelegter Pauschalpreis für eine unbegrenzte Datenmenge und ein unbegrenzte Online- Zeit igezahlt wird. Das eignet sich vor allem für Vielsurfer, da Sie so lang wie Sie wollen Online bleiben können, bzw. so viel Daten Sie wie wollen herunterladen können.

 

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19 09.09.2010