Welche Riester-Produkte werden gefördert?
Banksparpläne mit fester oder flexibler Verzinsung werden in der Regel von Sparkassen und Genossenschaftsbanken angeboten. Aufgrund der oft recht niedrigen Verzinsung sollten immer mehrere Anbieter verglichen werden, es lohnt sich auch oft der Blick über die eigene Region hinaus zu anderen Geldinstituten.
Versicherungssparpläne sind wie eine private Rentenversicherung aufgebaut, wobei die Versicherung dem Sparer eine Mindestverzinsung von 2,75 Prozent garantieren muss. Erwirtschaftet die Versicherung mehr, erhält der Sparer eine Überschussbeteiligung, wobei der Sparer nicht die gesamte Anlagenrendite bekommt, sondern den um die Verwaltungskosten gekürzten Teil. Die Versicherung darf max. 35 Prozent in Aktien und Investmentfonds anlegen. Hauptanteil bilden sichere Staatsanleihen und Schuldverschreibungen inländischer Banken.
Fondssparpläne bieten keine Mindestverzinsung, wenigstens müssen sie den Kapitalerhalt garantieren. Fondssparpläne investieren das Geld in Investmentfonds, weshalb in guten Zeiten die Renditen deutlich über denen von Banksparplänen oder Versicherunssparplänen liegen können. Schlimmstenfalls riskiert der Sparer eine Nullrendite, wenn es zu länger anhaltenden sinkenden Kursen kommt. Zusätzlich sind mit dem Fondssparen Nebenkosten verbunden, die durch den Kauf der Fondsanteile anfallen. In Höhe des so genannten Ausgabeaufschlag reduziert sich der angelegte Betrag. Die Verwaltungsgebühr der Fondsgesellschaft, die jährlich erhoben wird, erhöht zusätzlich die Nebenkosten.
Gemischte Anlageformen kombinieren meistens das Versicherungssparen mit einem Fondsanteil. Die Gelder werden in eine Rentenversicherung angelegt bis der Garantiezins erreicht ist. Darüber hinausgehende Überschüsse werden dann in Aktien- oder Mischfons angelegt. Möglich ist auch die Kombination von Banksparplan und Investmentfonds, wobei die Zinsen aus dem Sparplan in den Fonds investiert werden.
Die richtige Auswahl sollte der Sparer nicht nur nach seine Risikoneigung sondern vor allem nach dem Zeitpunkt des Sparens treffen: Je mehr Zeit noch bis zum Renteneintritt besteht, desto risikofreudiger kann die Sparform gewählt werden. Denn dann können sinkende Kurse in den Folgejahren ausgeglichen werden. Ältere Sparer haben dafür vielleicht keine Zeit mehr, weshalb sie mit Banksparplänen auf der sicheren Seite sind.
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