Steuerstrategien für Beamte

Für Pensionen wird es auch zu einer steuerlichen Mehrbelastung kommen, die jedoch deutlich geringer ausfallen wird als bei den Rentenleistungen. Kurzfristig wird sich allerdings nichts ändern. Erst wenn ab 2011 der Sonderausgabenabzug abgeschmolzen wird, werden die steuerlichen Mehrbelastungen geringfügig zunehmen. Je später der Eintritt in den Ruhestand geschieht, desto höher wird die steuerliche Mehrbelastung. Zusätzlich führen weitere Kürzungen im Versorgungsrecht dazu, dass die Versorgungslücke der Beamten sich erhöht.

 

Auch Beamte sollten mit dem Aufbau einer privaten Zusatzversorgung lieber früher als später beginnen, um den Zinseszins-Effekt optimal zu nutzen. Grundsätzlich gelten hierbei die den Arbeitnehmer gemachten Aussagen.

 

Mit einer Ausnahme: Beamte haben – zumindest nach dem momentan geltenden Versorgungsrecht – gemessen am Bruttoeinkommen einen höheren Anteil von nachgelagert besteuerten Altersbezügen als Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung. Daher sollten Beamte soweit möglich die zusätzliche Altersvorsorge außerhalb der Basisversorgung betreiben. Dadurch werden im Alter steuerlich nachteilige Progressionseffekte vermieden, was ein wichtiger Gedanke der Altersvorsorgestrategie für Beamte ist.

 

Bei gemischten Versorgungsansprüchen (wenn also neben den beamtenrechtlichen Versorgungsansprüchen noch andere Versorgungsansprüche der Basisversorgung bestehen ist Vorsicht geboten: Wenn in dieser Situation eine weitere betriebliche Altersvorsorge zugesagt werden soll, sollte vorher der Rat eines steuerlich versierten Versicherungsmakler oder Steuerberaters eingeholt werden. Denn je nach individueller Situation kann es sinnvoller sein, mit dem Arbeitgeber einen anderen Durchführungsweg oder eine andere Form der Gehaltserhöhung zu verhandeln.

 

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17 10.02.2012